Pharaoameisen (Monomorium pharaonis)

wie sieht eine Pharaoameise aus?

Bei der Pharaoameise handelt es sich um eine Ameisenart mit extrem
kleinen Arbeiterinnen. Die nur rund 2 mm langen Pharaoameisen sind
gleichmäßig hellbraun gefärbt. Die Antennen enden mit einer
dreigliedrigen Fühlerkeule. Im Gegensatz zur Rasenameise (Tetramorium
caespitum) besitzen Pharaoameisen keine Epinotaldornen. Pharaoameisen
gehören zu den Myrmicinen, die zwischen mittlerem Körperabschnitt
(Mesosoma) und Hinterleib (Gaster) zwei sog. Stielchenglieder (Petiolus
und Postpetiolus) aufweisen. Auf den ersten Blick können Pharaoameisen
leicht mit der little yellow ant (Plagiolepis alluaudi) verwechselt
werden. Allerdings gehört diese Ameisenart in die Unterfamilie der
Schuppenameisen (Formicinae).

Wo leben Pharaoameisen?

Pharaoameisen stammen ursprünglich aus den Tropen und Subtropen und
können den Winter in unseren Breiten nur in beheizten Gebäuden
überleben. Die Pharaoameise bevorzugt warme Plätze mit einer
Durchschnittstemperatur von mehr als 26°C. Die Kolonien der
Pharaoameise bestehen aus einer Vielzahl von Arbeiterinnen und bis zu
2.000 Königinnen. Die Koloniegründung erfolgt meist durch die Bildung
von Zweignestern. Die Ernährung von Monomorium pharaonis ist
ausgesprochen vielseitig. Es werden sowohl eiweißhaltige, als auch
kohlehydratreiche Nahrungsquellen genutzt. Aufgrund der Winzigkeit der
Arbeiterinnen wird ein Befall meist erst dann erkannt, wenn
Pharaoameisen in Massen auftreten. Die Verschleppung kleiner Völker
kann z. B. durch Lebensmittel, Tierfutter oder sogar Wäsche aus der
Wäscherei erfolgen.

Können Pharaoameisen Krankheiten übertragen?

Regelmäßig werden lebensmittelverarbeitende Betriebe, Gaststätten oder
gar Krankenhäuser besiedelt, wo Pharaoameisen im Sinne des § 13
Bundesseuchengesetz gefährlich werden, da sie eine Vielzahl von
Krankheitskeimen übertragen können. Nachgewiesen wurden u. a. die
Übertragung von Salmonellen, Streptokokken und Staphylokokken.
Ernstzunehmende wirtschaftliche Schäden richten Pharaoameisen an, wenn
sie in elektrische Geräte wie PC`s eindringen und es dadurch zu
Kabelbränden kommen kann.

Wie kann man Pharaoameisen bekämpfen?

Bekämpfungsmaßnahmen gegen Monomorium pharaonis sind nur dann
erfolgreich, wenn das gesamte Befallsareal über einen längeren Zeitraum
behandelt wird und so einer Neuinfektion vorgebeugt werden kann. Um
Kolonien der Pharaoameise in schwer zugänglichen Bereichen zu
bekämpfen, können Kontaktinsektizide und Fraßköder eingesetzt werden.
Um das Ameisenproblem dauerhaft zu beseitigen müssen die
Bekämpfungs-Maßnahmen für eine längere Zeit durchgeführt werden. Damit
der Köder mit dem darin enthaltenen Giftstoff auch garantiert
aufgenommen wird, sind für die Dauer der Behandlung andere
Nahrungsquellen möglichst auszuschließen. In günstigen Fällen können
die Pharaoameisen-Kolonien bereits nach 6 Wochen vernichtet sein. Aber
erst nach einem Jahr Bekämpfung und Kontrolle sind mit Sicherheit keine
Ameisen mehr vorhanden.